„Sich auf der Straße zu prügeln, ist unterste Schublade.“

Furkan Özkul boxt selbst seit Jahren und hat seine beiden Fights für die Workers Hall gewonnen. Somit hat er die besten Voraussetzungen, um Dorstener Mädchen den Kampfsport näher zu bringen.

Sein Praktikumsjahr im Rahmen der Ausbildung im sozialen Gesundheitswesen absolvierte der sympathische junge Mann im Soziokulturellen Zentrum LEO. Dort kam er intensiv mit Meryem Ebeling und Dennis Ullrich, den beiden sozialpädagogischen Mitarbeitern des LEO, über die Durchführung eines Boxkurses ins Gespräch. Der damals 17-Jährige erwarb die Übungsleiterlizenz und begann kurz darauf mit der Leitung des Boxkurses.

20 Dorstener Jungen und Mädchen verbrachten fast ihr komplettes Wochenende damit, zahlreiche leckere Pralinen herzustellen

Die Idee zu diesem Workshop hatte Metin Dülfer, der auch schon das „Kleine LEO Lokal“ ins Leben gerufen hatte. Kochten damals zehn Jugendliche aus Hervest ein Drei-Gänge-Menü für 40 Gäste, so ging es dieses Wochenende ausschließlich um den süßen Genuss.
Samstag füllten die Jugendlichen zunächst unter der Leitung des gelernten Kochs die Pralinenmasse in die Hohlkugeln, Sonntag ging es weiter mit dem Verzieren und Verpacken. Tatkräftige Unterstützung bekam der 33-Jährige von seiner Schwester Meryem Ebeling und der Honorarkraft des LEOs Beran Ergün.

Trauerbegleiterin Karin Geismann kann die Kinder nur kurzfristig während der Beerdigungszeit auffangen, die Gruppen im „Trauerbüro“ des Soziokulturellen Zentrums „Das LEO“ Kindern und Jugendlichen bieten dagegen eine langfristige Unterstützung.

Begleitet werden diese Gruppen von den beiden Mitarbeitern des Ambulanten Hospizdienstes Natalie Vennemann (Kinderkrankenschwester und Kinder- und Jugendtrauerbegleiterin) und Ulla Kuhn (Sozialpädagogin und Trauerbegleiterin), sowie Ingeborg Herzfeld als Ehrenamtliche des Hospizdienstes, die eine zusätzliche Ausbildung zur Kinder- und Jugendtrauerbegleiterin absolviert. Unterstützt werden sie durch beiden LEO-Mitarbeiter Meryem Ebeling und Dennis Ullrich.

Streetworker aus Leidenschaft

Im Internet wird der Streetworker, der Straßensozialarbeiter, als eine Person beschrieben, die sich in Großstädten in der Nähe von Bahnhöfen, Parkplätzen, in Einkaufszentren und Hinterhöfen um Drogenabhängige, straffällige Jugendliche, Jugendbanden, Prostituierte und Nichtsesshafte kümmert. Ich habe dabei sofort einen Mann im mittleren Alter mit Parker und Kapuze vor Augen.

Joshua Hildebrandt, allgemein von den Jugendlichen nur Joshi genannt, ist anders. Er ist ebenfalls Streetworker, sein Arbeitsgebiet ist jedoch Dorsten-Hervest - und er ist mit seinen 25 Jahren jünger, als ich mir einen Streetworker vorstelle.
„Streetwork ist genau das, was ich immer machen wollte“, erzählt mir der gelernte Erzieher. „Ich mag zudem auch eher die Krisenbewältigung mit Jugendlichen, als mit KiTa-Kindern zu basteln. Leider wird in der Ausbildung zum Erzieher hauptsächlich auf Kindergartenkinder eingegangen, was ich sehr schade finde.“ Joshua absolvierte folglich sein Anerkennungsjahr nicht in einer KiTa, sondern in einer Obhutsnahme in Bottrop. Die vorhanden neun Wohnplätze waren jeweils mit wechselnden Bewohnern von 7 bis 17 Jahren belegt, die maximal sechs Monate bleiben durften. Von daher musste der angehende Erzieher bei seiner Abschlussarbeit spontan sein und sie darauf abstimmen, welche Jugendlichen zu jenem Zeitpunkt gerade in der Einrichtung wohnten.

Nachberichterstattung des GIVING FRIDAY von dm:

Am Freitag den 24. November war bei dm GIVING FRIDAY. Fünf Prozent des Tagesumsatzes wurden von dm-drogerie markt an verschiedene gemeinnützige Bildungsprojekte für Kinder und Jugendliche in ganz Deutschland gespendet. In den beiden Dorstener Filialen kamen auf diese Weise 1495,26 € zusammen, die jetzt der Kinder- und Jugendarbeit des LEOs zugutekommen.
Das LEO bedankt sich ganz herzlich bei dm-drogerie markt und insbesondere bei Herrn Ruhnau und seinem Team.
VIELEN DANK!

Wow, war das eine Woche im Leo. Das Leo wurde kurzerhand zu einem Lokal umgebaut und 13 Jugendliche kochten und servierten ein Drei Gang Menü mit einem Amuse de Bouche für 40 Personen.

Am ersten Tag lernten die Jugendlichen etwas über Hygiene in der Küche, Kühlketten und bekamen eine Einweisung im Umgang mit Lebensmitteln. Des Weiteren wurde am ersten Tag das Menü geplant. Das verrückte daran am nächsten Tag kamen alle Jugendlichen wieder. Pünktlich! Am zweiten Tag fuhren wir (Metin – Koch/ Meryem – Sozialarbeiterin/ Beran – Honorarkraft) zusammen mit den Jugendlichen in die Metro nach Recklinghausen, das war für ALLE ein echtes Erlebnis. An dieser Stelle möchte sich das Leo Team noch einmal ganz herzlich bei der Metro Recklinghausen für die Unterstützung bedanken!

Die Hobbymaler aus dem LEO!

Im Rahmen meiner „Heute-treffe-ich-Geschichten“ bin ich im Laufe des Jahres den unterschiedlichsten Gesprächspartnern begegnet: Vom Alt-Bürgermeister Lambert Lütkenhorst über die Zeitzeugin Waltraud Klobusch bis hin zu Bernhard Fellner, dem Mitbegründer der TRI DUCKS. Ich freue mich jedes Mal darauf neue Menschen kennenlernen zu dürfen. Heute jedoch besuche ich alte Bekannte: Die „Maltruppe“ aus dem „LEO“. Vor drei Jahren habe ich selber mit ihnen gemalt, damals noch im Treffpunkt Altstadt, musste dann aber leider aus Zeitgründen aufhören. Jetzt bin ich gespannt, wer noch dabei geblieben und wie es ihnen ergangen ist.